Hallo Joern,
Gerd, mir und vielen anderen Usern schwebt da eine große ECW-Karte pro Land vor, welche wir auf allen Hardware-Systemen verwenden können.
Das ist einer der Gründe, warum OziCE auf meinem PNA im Auto seit einem dreiviertel Jahr und bei großen Karten seit ein paar Monaten auch auf dem PDA den Rasterkartenjob macht. OziCE liest auch ECW, allerdings ohne die Georeferenzierung darin, die muß man vor der mobilen Verwendung kurz mit der PC-Version rausziehen und in einer separaten map-Datei speichern. Bisher bin ich mit dem 2GB-Dateigrößenmaximum ausgekommen, weil ich hauptsächlich Maßstäbe von 1:100k bis 1:200k benutze. Der PNA hat aber ein erstklassiges 800x480-Display, darauf sind auch pixeltreu angezeigte Abschnitte der Top50 sehr gut lesbar, meine Ansprüche steigen hier also.
Beispielrechnung:
Garmins Rasterkartenwerk DD50 ist ein Pixelmonster mit 136192x184320 Pixeln, als etwa 25 GigaPixel, und hat 8 bit Farbtiefe, was unkomprimierte 25 GB ergibt. Als ECW mit dann 24 Bit Farbtiefe und Kompressionsverhältnis 10:1 kämen am Ende grob 7,5 GB für Deutschland im Maßstab 1:50k raus, mit Kompressionsverhältnis 20:1 könnte man das unter die 4GB-Grenze drücke, um den Preis sichtbarer Artefakte. Auf 1:25k hochgerechnet werden das mit Kompr. 10:1 etwa 30 GB, mit 20:1 immer noch etwa 15 GB.
Ich schätze das es durchaus auch 32 Gigabyte sein könnten, wenn man die TOP10 in Ostdeutschalnd, Bayern, NRW und BW mit heran zieht. Bei Karten von Frankreich, UK und Spanien dürften ähnlich Mengen zusammen kommen.
Auch meine Meinung.
Dher diskutieren wir gerade ob eine Kombination aus TTQV oder CompeGPs mit dem Globalmapper die ideale Lösung ist. Oder ob es vielleicht sinnvoller ist das private *.rmap Format von CompeGPS zu verwenden. oder ob es sinnvoll ist TTQV und CompeGPS trotz der dann fälligen Lizenzkosten aufbohren zulassen. Oder oder. Es ist Quasi die die Diskusion darum, wie wir die neuen Möglichkeiten, die uns die PNA's jetzt bieten künftig nutzen können/wollen/dürfen.
Das wird letztlich in den beiden Unternehmen anhand der Marktlage entschieden werden. Für mich ist Global Mapper inzwischen ein unverzichtbares Werkzeug für die Kartenaufbereitung, insofern stellt sich diese Frage für mich nicht mehr. Aber wenn ich mir den allgemeinen Support hier oder im TTQV-Forum ansehe, dann führen wir gerade eine sehr abgehobene Diskussion unter sehr fortgeschrittenen Anwendern, bei der uns die breite Masse mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr folgen kann. Ich hatte schon bei meinem letzten Posting überlegt, ob man diese Formatdiskussion aus dem Thread rausnehmen und in einen eigenen Thread verschieben sollte, vielleicht kann einer der Mods mal sehen, ob das möglich ist, ohne den Verlauf des Threads kaputtzumachen.
Deine Für-und-wider-Liste bei den Dateiformaten paßt aus meiner Sicht. In Australien und Neuseeland werden die digitalen Karten von Hema übrigens direkt als ungeschützte ECW-Dateien auf die DVDs/CDs gepreßt, in den Begleitheftchen wird ausdrücklich auf die Verwendbarkeit mit gängiger GPS- und GIS-Software hingewiesen, die Dateien für den dort dominanten OziExplorer sind auch gleich mit auf den Silberscheiben. Sowas für Europa wäre toll...
Ebenso wünsche ich mir aber Geotiff-Unterstützung auf dem Mobilgerät, weil ein verlustlos komprimiertes, gekacheltes Geotiff mit 8 bit Farbtiefe, was für Karten völlig reicht, deutlich kleiner ist und deutlich besser aussieht als ein ECW gleicher Pixelanzahl mit 24 bit Farbtiefe und verlustbehafteter 20:1-Komprimierung, bei vergleichbarer Performance. Zudem fallen bei Geotiff keine Lizenzkosten an.