...Auch ich bekomme einen dicken Hals, wenn ich z.B. am steilen nördlichen Albaufstieg Wanderwege sehe, die bei nassem Wetter von den groben Reifenstollen durch das Bremsen im steilen Gelände und in den Biegungen durch das Schleudern der Räder aufgewühlt sind und dadurch an manchen Stellen nicht mehr begehbar sind. Muss das denn sein? ........Walter
Hallo Walter,
die angeblich stärkere Belastung von Wegoberflächen durch das Befahren mit MTB ist gleich zu Beginn der MTB-Zeit ( 1985 ) von den Wandervereinen als Hauptargument zur zukünftigen Verhinderung der MTB-Fahrerei im Wald benutzt worden.
Ebenfalls in dieser Zeit erstellte und mehrere nachfolgende Gutachten belegen, dass die rollenden Reifen den Weg nicht anders beanspruchen als es durch Betreten mit Wanderstiefeln geschieht.
Wege werden hauptsächlich durch die Häufigkeit der Nutzung beansprucht und ggf., abhängig von der Witterung, verändert.
So müßtest Du also dafür sorgen, das die Wege weniger benutzt werden und dies unabhängig von der Art der Nutzung. Dabei darfst Du eben nicht verlangen, das zuerst einmal die MTB-ler von den Wegen verbannt werden.
Mit keinem Gesetz der Welt wird man Chaoten unter den Reitern, Hundeführern, Wanderern oder auch MTB-lern aus den Wäldern heraus halten können.
Meine Erfahrung nach fast 25 Jahren MTB im Schwarzwald: Es gibt kein Problem bei der Begegnung mit Wanderern. Die Art der Begegnung spielt dabei sicherlich eine Rolle.
Wenn ich in den 25 Jahren auf Wanderer gestoßen bin, welche statt auf meinen Gruß zu antworten, "Mit ist das denn erlaubt ?" oder ähnlichen Hinweisen reagierten, dann war das ausschließlich in der unmittelbaren Nähe von Wanderparkplätzen. Das sind die Plätze im Wald, wo man eine Menge von KFZ abstellen kann, um sich dann im Radius von 500 Metern die Füße vertreten zu können. An der Stelle könnte man nun darüber sinnieren, wer sich da gerade der Natur gegenüber freundlicher verhält.
Meine Vorstellung einer Regelung wäre, das es keine gibt. Der Wald ist für alle da, sofern man sich der Umgebung gemäß benimmt. Dazu gehört unbedingt der Respekt vor der Natur und vor anderen Waldbenutzern.
Gruß aus Freiburg
Wolfgang