Ich komme mit meinem GPS 72 bestens zurecht. Eigentlich schade, denn das GPSmap 76 Cx steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste.
Hallo Günter, hallo zusammen,
ja, der Hauptgrund für die Nutzung von Tracks sind Limitationen bei den älteren Geräten. --- Allerdings behalten einige diese Vorgehensweise auch noch beim Wechsel auf aktuelle Geräte bei, womit Potential der neuen Geräte verschenkt wird. Das gilt insbesondere, wenn man sogar Autorouten verwenden könnte, statt nur per Augenschein nach einem Track zu fahren.
Das Tracklog per Track Back zurückzuverfolgen ist für Wanderer sicher eine sinnvolle Anwendung. Diese Funktion ist ja von Garmin auch dafür gedacht Navigationsmittel zu bieten, wenn man über keine geplante Route verfügt, aber den Weg schon abgelaufen ist.
Tracks werden aber auch oft aus Bequemlichkeit verwendet, weil das Runterladen einfacher ist als eine Route selbst einzugeben. Ähnliches gilt auch für die Erzeugung von Tracks aus unterschiedlichen Programmen. Die Qualität der Ergebnisse läßt nur leider viel Raum für Probleme. Dabei sollte man trotzdem zwischen Tracks unterscheiden, die Wege als Konturen nachbilden, und Tracks, bei denen Trackpunkte nur an den Abbiegestellen plaziert wurden.
Wie Dieter und Jola richtig beschrieben haben, ist das aktive Navigieren nach Konturen eine blöde Sache, denn es werden unnötig viele Zwischenpunkte angesteuert ("es piept dauernd"), und man muß ständig aufpassen. Man kann Konturen natürlich auch per Augenschein, ohne Richtungsnavigation ablaufen, sozusagen nach dem elektronischen "roten Filzstiftstrich" auf der Kartenseite, aber das hat auch seine Tücken ("zwei Wege in ganz spitzem Winkel"), und auch hier ist ständig Aufmerksamkeit gefordert. Die visuelle Methode halte ich auch nur bei langsamer Fortbewegung für akzeptabel, also wenn man kein Vehikel zu lenken hat.
Tracks, bei denen Trackpunkte nur an Abbiegestellen plaziert wurden, kann man tatsächlich fast wie Routen --- wohlgemerkt Luftlinienrouten --- verwenden: Man kann sich die Distanz zum nächsten Wegpunkt anzeigen lassen und folgt dem Weg einfach, bis man in die Nähe eines solchen Punktes kommt. Da man aktive Navigationsanweisungen bekommt sich nur punktuell stärker konzentrieren muß, geht das wesentlich entspannter als die visuelle Trackverfolgung.
Nur funktioniert eine Luftlinienroute genauso und besser, und ein gut strukturierter Track ist eigentlich genauso aufwendig zu erstellen wie eine gute strukturierte Luftlinienroute: Man muß die Abbiegepunkte intelligent, also letzlich immer manuell bestimmen.
Im Gegensatz zum Track kann man in eine Route noch POI oder Wegpunkte integrieren, und auch auf der Karte gesetzten Zwischenziele wie Orte oder Straßen werden mit dem vollständigen Namen des Kartenmerkmals als nächster Routenwegpunkt angezeigt. Das verschafft mehr Überblick.
Außerdem wird das Erstellen von Routen in MapSource durch eine smarte Magnetfunktion erleichtert: Die Auswahl springt in der Nähe von Orten, Kreuzungen etc. automatisch auf das Kartenmerkmal, so daß man nicht immer in den maximalen Vergrößerungen arbeiten muß (1 km Zoom reicht für die genaue Auswahl). Darüber hinaus kann man Routenwegpunkte unkompliziert verschieben.
Abgesehen von älteren Geräten, außergewöhnlich langen Routen und klassischen Outdoor-Anwendungen fallen mir kaum Gründe ein, warum ich Tracks heute noch entgegen ihrem ursprünglichen Zweck verwenden sollte. Mit den Ergebnissen von Konvertierungen aus den bekannten Quellen bin ich ohnehin nicht überzeugt und empfehle mal zu überprüfen, ob eine kontrollierte Routeneingabe --- etwas Übung vorausgesetzt --- nicht unkomplizierter ist als die nachträgliche Bereinigung konvertierter Daten.
(Mindestens) einen weiteren Grund habe ich natürlich vergessen: Weil man es so gelernt und immer schon so gemacht hat. 
Ergänzende Nennungen weiterer Gründe und Erfahrungen sind jederzeit willkommen.
viele Grüße
Andreas