Hallo Mike,
Neuberechnung abschalten ist etwas mehrdeutig, weil es so eine Funktion auch bei den Handgeräten gibt, die aber etwas anders arbeitet.
Der Unterschied zwischen GPSmap 276C/278 und den Handgeräten besteht in bezug auf die Routebübertragung darin, daß man bei den 27x die Route als berechnetes "Image" übertragen und bei abgeschalteter Neuberechnung unverändert so nachfahren kann, wie man sie in MapSource geplant und zuletzt kontrolliert hat, wohingegen Routen auf die Handgeräte nur als Liste von Zwischenzielen übertragen werden kann, so daß mindestens eine Berechnung der konkreten Abbiegeanweisungen nötig ist.
Damit das Ergebnis mit der Planung identisch ist, muß man auf möglichst gleiche Einstellung der Routingoptionen achten, und man sollte die Strecke über Zwischenziele möglichst eindeutig festgelegt haben.
Was den Geräten gemein ist (AFAIK): Wenn man die Neuberechnung abschaltet, dann reagiert das Gerät im Normalfall nicht auf Abweichungen von der Route. Das heißt, es gibt keine Rückführung auf die Route, und Du mußt selbst wieder auf den "lila Pfad" finden.
Wenn man die Neuberechnung zuläßt, dann erscheint ziemlich schnell nach einer Abweichung von der Strecke ein "Berechne..."-Hinweis, und das Gerät versucht Dich auf die Strecke zum nächsten Zwischenziel zurückzuführen.
Diese Neuberechnung hat Vor- und Nachteile:
Mit Neuberechnung bekommst Du Hilfestellungen, wenn Du Dich verfahren hast, oder wegen Tankstellensuche o. ä. von dem geplanten Weg abweichst.
Allerdings kann die Neuberechnung dazu führen daß der weitere Verlauf der Route anders ausfällt als geplant. Das Problem tritt aber nur dann auf, wenn Du die Route mit zuwenigen Zwischenzielen gespickt hast.
Wenn Du dagegen genügend Zwischenziele verwendet hast, die keine andere Berechnung als die beabsichtigte Strecke zulassen, sollte die Abschaltung nicht nötig sein. Auf den Handgeräten, auf denen meine Erfahrungen beruhen, geht es garnicht anders, und deswegen lasse ich die Neuberechnung im Normalfall an.
Das Autobahnproblem hat nichts mit der Neuberechnung zu tun, sondern mit der Eindeutigkeit der Beschreibung der beabsichtigten Strecke: Wenn ich beispielsweise die Orte oder sonstige POI in meine Route einfüge, die auf der von mir geplanten und bevorzugten, schönen Motorradstrecke liegen, dann führt praktisch jede Berechnung auf schnellstem Wege über die Straßen, auf denen die Zwischenziele liegen, und nicht über die Autobahn.
Das Autobahnproblem ist eigentlich "nur" dann ein praktisches Problem, wenn ich über lange Strecken navigiere und dem Gerät die Wahl der Streckendetails über viele Kilometer überlasse. Wer das als Motorradfahrer tut, dem sollte die Strecke egal sein, oder er liefert sich eben blind dem Router aus. Und wie wir wissen, funktionieren einige der Vermeide-Optionen bei aktuellen Garmin-Geräten nicht besonders gut.
Welches Gerät auf Deiner Enduro optimal ist, hängt davon ab, welche Touren Du typischerweise fährst: Die Konsolengeräte sind komfortabler, aber ich nehme mein Gerät auf Touren auch gerne ab und benutze es zu Fuß, auf dem Weg zu Sehenswürdigkeiten und um Wegpunkte aufzunehmen. Auf Modderwegen würde ich auch etwas anderes benutzen als auf langen Reisen oder asphaltierten Straßen.
viele Grüße
Andreas