Hallo,
> selbst WENN es nur eine Vermeidung waere, Vermeide heisst Vermeide
> heisst Vermeide heisst Vermeide.
Ich denke, wir sollten die sprachliche Auslegung nicht auf die Spitze treiben.
Nach Möglichkeit vermeiden sagt doch alles. --- In der technischen Dokumentation differenziert man die Verbindlichkeit einer Regelung durch den Gebrauch der modalen Hilfsverben kann, sollte und muß.
M. E. kommt man mit dem Gerät nur weiter wenn man akzeptiert, daß alle Optionen vom Router nur als sollte-Anweisungen verstanden werden , d. h., es gibt zwar klare Anweisungen, von denen aber in begründeten Fällen abgewichen werden darf.
> aus welchem kyhlen Grunde sollte man, wenn man eine Strasse oder
> einen Strassentyp vermeiden moechte, diese dann DOCH nehmen?
Die Erklärung findest Du in den von mir zitierten Beiträgen:
Der Router berücksichtigt immer alle Lösungsmöglichkeiten, die zum Ziel führen. Dazu gehören auch die zu vermeidenen Wege, benutzerdefinierte Sperrungen und sogar illegale und verkehrswidrige Wege.
Im Normalfall findet sich eine Lösung, die den gegebenen Regeln und Optionen entspricht.
Ein typischer Fall, in denen das nicht klappt, sind lange Strecken wie Berlin-München. Hier würde eine Landstraßenlösungen die maximale Anzahl an Abbiegeanweisungen übersteigen (etwa 100 Punkte). Da das nicht geht, bleibt innerhalb der Kapazitätsgrenzen nur die Lösung via Autobahn übrig.
Weitere Fälle sind Routen, die ein Routenwegpunkt oder Zwischenziel auf einer Straße enthalten, die vermieden werden soll oder benutzerdefiniert gesperrt wurde. Sowas kann jeder selbst schnell basteln:
Route für Fußgänger oder Fahrradfahrer mit Wegpunkt auf der Autobahn,
Route für Autofahrer und Vermeide Schnellstraßen mit Wegpunkt auf der Autobahn,
Route für Fahrradfahrer und Vermeide unbefestigte Straßen mit Wegpunkt auf unbefestigter Straße,
Route für Autofahrer mit benutzerdefinierter Kartensperrung mit Wegpunkt im gesperrten Bereich,
Route, bei denen die maximalen Kapazitäten für Wegpunkte oder Abbiegeanweisungen überschritten werden (siehe oben),
usw.
In allen Fällen wird der Router mit einer Aufgabe konfrontiert, in denen er zwar im Straßennetz Lösungen findet, von denen aber keine die gewählten Optionen erfüllt. --- Die Aufgabe wird trotzdem mit der nächstbesten Lösung geroutet, obwohl sie entweder eine Vermeide-Option nicht erfüllt, eine Straßensperrung nicht berücksichtigen kann oder sogar im Sinne des gewählten Vehikels verkehrswidrig ist.
> Man hat diese Funktion schlicht kaputtgebastelt und kriegt es nicht mehr
> hin oder will es nciht mehr hinkriegen.
Nein, das hat nichts mit der Vermeide-Funktion alleine zu tun, sondern damit, daß der Router grundlegend anders funktioniert, bzw., daß diese Funktionsweise gegenüber früheren Versionen geändert wurde.
Das kann man an den oben genannten Beispielen leicht prüfen.
Der Router liefert eine Lösung um jeden Preis, und es ist dem Benutzer überlassen, wie er oder sie damit umgeht.
Abgesehen davon, wenn man statt Schnellstraßen wieder gezielt Autobahnen vermeiden könnte und Garmin die unsäglichen Kapazitätsgrenzen aufhebt, dann gäbe es kaum noch Probleme.
Speziell die Anzahl und Längenbeschränkungen hängen aber damit zusammen, daß Routen und Wegpunkte in einem begrenzten internen Speicher abgelegt werden, d. h., die Kapazitätsprobleme werden vermutlich nur mit neuen Modellen lösbar sein, die nur noch den Kartenspeicher und keinen internen Speicher mehr kennen, oder diesen wirklich nur für die Firmware verwenden.
Das Problem Schnellstraßen versus Autobahnen ist m. E. lösbar und hängt nur davon ab, ob Garmin dahingehend genügend Kundenfeedback bekommt.
viele Grüße
Andreas