Hallo Stefan,
> Bist Du Dir ganz sicher, daß die GPS-basierte Wegpunktnavigation
> ("Luftlinienrouten") für den Einsatz an Land (Offroad) konzipiert wurde?
Ja, das ist ganz einfach daran zu sehen, daß auch die älteren Geräte abseits der Modelle zur Seenavigation von vornherein Routen unterstützt haben (und die Modelle waren früher stärker zweckgebunden und weniger universell als heute). Alles weit vor Farbdisplays und Autoroutingfähigkeit.
Alles andere ist eine Sache der Evolution bei den Benutzern, wie sie es angenommen haben. In der Tat gibt Unterschiede zwischen Offroad- , See- und Straßennavigation etc., wie Du sie beschrieben hast.
Insofern ist es auch kein Widerspruch, daß es lattenweise trackbasierte Lösungen, Software und Trackdatenbanken gibt.
Übrigens sind zu dem Thema auch ältere Bücher zu den Grundlagen der Outdoor-Navigation interessant (obwohl ich ansonsten zum Thema GPS ungern auf Literatur verweise), beispielsweis Linke, Wolfgang. Orientierung mit Karte, Kompaß und GPS: Hier sind explizite Tutorial zu finden, wie man man im Gelände über mehrere markante Punkte navigiert, mit Goto oder Route.
Oder etwas aktueller: Benker, Uli. GPS. Im Abschnitt Routen-Navigation (S. 118 ff.) ist das Thema detailliert beschrieben und illustriert.
Benker geht übrigens auch auf die Tracknavigation als weitere Möglichkeit ein (S. 122). Er unterschlägt weder Vorteile, wie die bei der alpinen Navigation im Nebel bei kaum erkennbaren Wegen, noch Nachteile, wie vor allem, daß fast jeder Hersteller die Tracks technisch anders implementiert hat (vergl. Garmin, div. Magellan, Lowrance, Silva, S. 124).
> Zum Problem wird das aber hier leider sehr häufig, wenn "Anfänger" die
> Frage stellen: "Was ist der Unterschied zwischen einem Track und einer
> Route?". Von den alten Hasen bekommen sie dann nämlich meistens zu
> hören: Route=Planung, Track=Aufzeichnung des zurückgelegten Weges
Begrifflich und von der Interpretation des Datenmodelles her ist das auch absolut richtig. Da man im Detail immer differenzieren muß, oder wie Jlacky geschrieben hat, der Kreis von Aufzeichnung und Planung sich irgendwann schließt, ist es durchaus kein Widerspruch und auch kein Problem.
Das wird übrigen bei Benker hübsch ergänzt: Unterwegs mit GPS (S. 130 ff.): mehrtägige Trekkingtour mit den typischen wechselnden Situationen und wie man die mit dem GPS meistert.
Stefan, ich glaube wir sind da nicht weit auseinander, abgesehen von unterschiedlicher Wahrnehmung der Begriffe und Historie.
Klaus und JLacky, diese Diskussion als Glaubenskrieg zu bezeichnen ist unangemessen. --- Wenn jemand eine Konsumtechnik als Glauben betrachtet, oder im Angesicht treffender Argumente sein Weltbild erschüttert sieht, dann ist das persönlicher Konflikt, dem man ja nicht folgen muß, wenn er so unerträglich ist. --- Ich sehe diese Diskussion als Gewinn und Ergänzung meiner Erfahrungen, die ich hier und da sogar in meine Website einarbeiten kann 
Und im übrigen belegt jeder Diskussionsbedarf immer noch, daß hier ein Mangel an Anwendungsdokumentation besteht.
viele Grüße
Andreas