Hallo,
die Verwendung von Speicherkarten ist auch im Zusammenhang mit anderen Anwendungen kritisch. Beispielsweise Digitalkameras und Mobiltelefone.
Insofern tut jeder gut daran, sich vor dem Kauf ein wenig mit dem Thema zu beschäftigen, sprich einzulesen (s. o.) oder erfahrene Benutzer zu fragen.
1. Eine Frage ist immer: Welche Speichergröße kann das Endgerät verwalten?
Wenn der Hersteller keine Angaben macht, und der Verkäufer sowieso keinen Überblick hat, dann hilft ein Blick in Foren wie diese weiter.
2. Die zweite Frage lautet: Kann ich schnellere Speicherkarten nutzen?
Die Frage ist schwieriger zu klären, denn im Hype im die Performance helfen auch die Foren nicht auf Anhieb weiter.
Das hat damit zu tun, daß die Geschwindigkeitsvorteile subjektiv nicht immer da sind, und nur weniger Benutzer können reproduzierbare Vergleiche durchführen.
Darüber hinaus sollte man wissen, daß manche Hersteller ihre Karten auf Kosten der Speichersicherheit tunen. --- Solche Karten erreichen höhere Transferraten, indem sie u. a. die Verifikation nach dem Schreiben eingesparen. Da Flash-Speicher aber eine begrenzte Lebensdauer haben, ist die regelmäßige Überprüfung der einzelnen Speicherzellen aber erforderlich. Anbieter wie SanDisk oder Toshiba haben Produkte, die frühzeitig defekte Speicherzellen verwalten können, ohne daß der Benutzer außer dem Verlust weniger Bytes etwas davon merkt. Andere Produkte können daß nicht, und dann gibt es unkontrollierbare Datenausfälle oder eben defekte Sticks.
Insofern sollte man sich den Mehrpreis für teurere ULTRA-Karten lieber sparen, wenn man nicht sicher weiß, daß Schnittstelle und Prozessor der Digitalkamera oder des GPS-Empfängers überhaupt so schnell arbeiten können.
Oft ist das nämlich nicht der Fall. ULTRA-Karten sind für Anwendungen mit schneller Datenverarbeitung wie Video o. ä. gedacht. Den Datenstrom einer 3,2 Megapixel-Kamera oder eines MP3-Songs kann eine Standard-Karte im Regelfall genausogut verarbeiten.
Bei allem, was mit USB 1.1 oder weniger arbeitet, reichen Standardkarten ohnehin.
3. Dann gibt es, je nach Kartentyp, noch Kompatibilitätsdetails wie Dual-Voltage-Betrieb oder die möglichen Dateisysteme. Das ist einem Normalbenutzer in wenigen Worten nicht so einfach zu erklären.
Wie auch immer, die Problemquellen sind zwar ärgerlich, aber nun mal der Preis der schnellen Entwicklung und unterschiedlichsten Einsatzzwecke.
In Zweifelsfällen rate ich davon ab, ohne weiteres Wissen einfach die größt- oder schnellstmögliche Speicherkarte zu kaufen. Wer sich am Limit bewegt, riskiert immer auf die Nase zu fallen.
viele Grüße
Andreas