Ich glaube aber eigentlich nicht, dass das mit den Touchscreens aus Sparmaßnahmen geboren ist, ich sehe es eher in Richtung bedienungskomfort...Hältst Du die Touchscreens der Oregons/Dakotas generell für nicht outdoorfähig oder wie soll man das verstehen
Hallo Volker,
ich halte Touchscreens aus verschiedenen Gründen bei Outdoor-Lösungen nicht für optimal. Nicht nur beim Dakota oder Oregon, sondern auch schon beim Motorradgerät Zumo war ich dieser Meinung.
Der Grund ist ganz einfach, daß die verwendeten Oberflächen im Vergleich zu beliebig hart realisierbaren konventionellen Displaygläsern extrem kratzempfidnlich sind und es sich deswegen eher nicht empfiehlt, unter der Einwirkung von Staub und eventuell Spritzwasser auf der ungeschützten Oberfläche zu reiben. Ohne Schutzmaßnahme werden sich da natürlich sehr viel schneller Gebrauchsspuren zeigen als bei einem Bürogerät. Da derartige Gebrauchsspuren nicht im Rahmen der Gewährleistung liegen, ist der Katzenjammer wegen grober Kratzer vorprogrammiert. Weil auch ein Aufpolieren meist unmöglich ist, wird man nach zwei Jahren in Anbetracht des eventuell recht stumpfen Displays zur frühen Gerätemigration motiviert. Das gefällt mir nicht.
Ob Touchscreenlösungen wirklich komfortabler oder nur simpler und deswegen nicht für jeden zielführend sind, ist noch eine andere Frage und m. E. nur individuell zu beantworten. --- Auf jeden Fall vermute ich, daß Garmin eher Kostenreduktion als Qualitätssteigerung bei der Produktentwicklung antreibt. Insofern kann man auch "nur" aus Benutzersicht der Meinung sein, daß das Display ein "Fehldesign" ist.
Es wäre natürlich ungerecht es nur vom Display abhängig zu machen, ob der Dakota oder Oregon insgesamt outdoortauglich ist. Die weitere Praxis wird zeigen, ob dieses Gerätesegment seine Daseinsberechtigung behält.
viele Grüße
Andreas