Viele machen Ihre Akkus mit Ladegeräten kaputt, die einfach zu wenig Power für eine gute Delta U Erkennung haben.
Hallo Tobias,
schöne Zusammenfassung und interessanter Hinweis auf ein weiteres, offenbar hochwertiges Diagnosegerät.
Ursache ist oft, daß die Laderegelung nicht mit ausreichender Auflösung differenziert, um auch mit niedrigen Ladeströmen den "Ladebuckel" zuverlässig zu erkennen.
Leider hält sich auch bei Akkus noch die alte Binsenweisheit, "je geringer der Ladestrom, desto schonender wird der Akku geladen". Das ist AFAIR eine Marketingausrede aus Zeiten, wo viele Geräte noch gar keine Ladereglung hatten und eingebaute und NiCd-Packs ganz primitiv über das Steckernetzteil mit 0,1 C geladen wurden, bis der Benutzer das Leiden der Zellen gemäß mitgelieferter Bedienungsanleitung nach 15 Stunden beendet hat. Hoffentlich.
Derart geringe Ladeströme sind heute nur beim Formieren beziehunsgweise bei einer Initialladung sinnvoll. In den Datenblättern aktueller LSD-Zellen wird schon länger empfohlen, die Zellen mit dem Laden nicht über 2-4 Stunden zu stressen, d. h. mit 0,5-1 C zu laden.
Vergl. Panasonic ~ Charge Methods für Nickel Metall Hydride Batteries u. a. Quellen.
Welcher Ladestrom richtig ist, variiert mit der Qualität des Ladegerätes und m. E. hat man den richtigen Ladestrom gefunden, wenn die Zellen auch kurz vor Ladeende außen nicht wärmer als ca. 40 °C werden.
Bei den handelsüblichen Gerät dürfte das für die LSD-Zellen bei etwa 500-700 mA der Fall sein, bei sehr guten Geräten evtl. auch etwas mehr.
viele Grüße
Andreas