kaufberatung GPS für Wandern/backup

  • Hallo, ich bin neu hier und ganz gespannt auf die community! Eigentlich suggeriert der Name des Boards ja nur Navis, aber die Unterthemen decken ja alle Garmin-Geräte ab (und in der faq stand auch nix Gegenteiliges), daher hoffe ich, dass ich hier auch meine Frage als Wanderer loswerden darf.^_^


    Ich benötige zum Wandern ein GPS-Gerät, nur als Backup, falls ich mich mal total verfranse oder wie im letzten Jahr der Schnee in den Voralpen alle Wegmarkierungen bedeckt hatte.


    Eigentlich hatte ich mich dafür auf das Foretrex 401 eingeschossen - klein, simple, nur die Position und sogar einen Kompass. Garmin hat das Konzept ja gerade wieder aus der Gruft geholt und als 601/701 ein neues Leben eingehaucht (die brauche ich natürlich nicht, denn ich wollte nicht so viel mehr Geld ausgeben nur für zusätzlichen Glonass-Empfang).


    Einziger Schönheitsfehler: das Gerät läuft auf 2xAAA und meine komplette andere Ausrüstung hat AA-Batterien. Außerdem ist das 401 im Gebrauchtmarkt recht selten.


    Ich überlege also aktuell, ob ich nicht ein anderes Gerät mit AA-Zellen nutzen kann, das Etrex 10 bspw. hat 2xAA, ist aber bissl größer und das 10er hat auch keinen Kompass.


    Was könntest Ihr da noch empfehlen?


    Und nur aus Interesse, falls ich doch auf der AAA-Schiene bleibe und kein 401er mehr finde: die Geckos sind ja auch klein, leicht, wasserdicht und einfach. Allerdings erinnere ich mich, dass es da mal einen riesen Firmware-Fehler gab, wo Garmin mir schrieb, dass sie das auch nicht mehr beheben würden oder so...weiß da jemand mehr?


    Habt Dank für interessante Hinweise!
    Peter aus Hamburg

  • Hallo Peter,
    "Navi" ist für uns allumfassender als ein Autonavi, welches nur auf Autostraßen navigiert.
    Jedes Garmin-Navi ist für deinen Anwendungsfall geeignet. Du verlangst ja nur die Minimalfunktion.
    Mit jedem Navi muss man sich beschäftigen. Einfach in die Tasche stecken und erst im Notfall rausholen funktioniert niemals.
    frabu

  • peter-hamburg möchte, wenn ich seinen Beitrag richtig verstanden habe, nur die aktuelle Position.


    Das geht u.a. mit jedem Smartphone. Dies auch unabhängig von einerr GSM-Verbindung zum Mobilfunknetzwerk, also immer und solange der Akku reicht.


    Falls das Gewicht eine wichtige Rolle spielt: In verbindung mit einer ReservePowerBank für das Smartphone wird die Ausrüstung auch nicht schwerer als durch ein Extra-GPS-Gerät mit zwei AA-Zellen.


    Beim Smartphone wäre als nettes feature noch eine Offline-Karte nutzbar und man könnte sehen wo man steht ohne die Koordinaten bei stürmischen Schneegestöber in eine Karte übertragen zu müssen.

    www.clickpedal.de Gerätehistorie: GPS12, eTrex Summit, 60CS, 60CSx, Oregon300, 62s, eTrex30, WinTec WBT-202, Oregon650, Oregon700. Aktuell: GPSMAP66S SW: BaseCamp aktuelle Version auf WIN10, GPS-Einsatz vorw. bei MTB-Touren. Nach ZUMO340 für die BMW-GS nun Kyocera Duraforce Pro mit LocusMap, Nüvi 3597LMT für PKW, LOCUSMap auf Android

  • Wenn es wirklich was fürs Schneegestöber und Wetter sein soll, würde ich ein Gerät mit Touchscreen meiden. Bei schlechter Sicht ist ein Kompass von Vorteil, weil es sonst keine Richtungsangabe im Stand gibt. Das grenzt die Wahl erheblich ein. Aktuell bleiben eigentlich nur das eTrex30, GPSMap64s oder eine Smartwatch über. Das eTrex dürfte die preiswerteste Möglichkeit sein. Und auch die mit der längsten Batterielaufzeit und damit Zuverlässigkeit.

  • Hallo, danke für die bisherigen Antworten! Wie kiozen schon richtig sagte, ist ein Telefon als backup nicht geeignet: zu anfällig, Display mit kalten/nassen Fingern nicht bedienbar, nicht wasserfest/schlagfest....


    Ich gucke mir das etrex 30 mal an. Da gibt es aktuell ein 30x, was ist denn da der Unterschied zum alten 30?


    Danke!
    Peter


    ps: weiß einer was von diesem Gecko-bug?

  • Ich glaube das hieß schon immer 30x. Sicher sagen kann ich es aber nicht. Bin nicht der Garmin Produktkatalog.


    Das Gamin Gecko ist absolutes Urgestein. Also aus der Zeit, als Bill Clinton die GPS Genauigkeit für den zivilen Gebrauch auf das heutige Niveau angehoben hat. Der Empfänger rauscht wenig, ist dafür aber auch nicht sehr empfindlich. Sprich im Wald unter Blättern ist Schluss.


    Dazu kommt, dass jedes Gerät aus dieser Zeit stammt. Also schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Die Qualität war damals bestimmt besser. Elektronische Bauelemente wurden aber auch damals schon nicht mehr für die Ewigkeit gebaut.


    Basic Navigation kann zwar eine spannende Sache sein. Doch wenn ich ein GPS wirklich brauche, weil das Wetter jegliche Sicht nimmt und ich nur noch schnell und sicher runter will, habe ich wenig Lust mich über eine Luftlinie leiten zu lassen. Dann ist eine gute Topokarte im Display schon von Vorteil.


    Ich würde mir also keinen Kopf über eventuell nicht behobene Bugs im Geko machen. Das Gerät macht sicherlich noch Spaß, wenn man ein wenig mit Navigation spielen möchte. Wenn man ein GPS aber als zusätzliche Sicherheit sieht, dann ist Retro eigentlich fehl am Platz.

  • Unterschiede 30 und 30x:

    Im Vergleich zu dem noch erhältlichen eTrex 30 hat Garmin beim eTrex 30x folgende Neuerungen eingeführt:



    • Hochauflösendes Display: 240 x 320 Pixel gegenüber 176 x 220 Pixel

    • Größerer interner Speicher: 3,7 GB statt 1,7 GB

    • Vorinstallierte Garmin TopoActive Karte für Westeuropa


    Uns ist noch aufgefallen, dass es in den Anzeigeeinstellungen jetzt noch einen Energiesparmodus gibt (= das Display wird nach Ablauf der gewählten Beleuchtungsdauer automatisch ausgeschaltet).



    Zitiert aus: https://www.navigation-profess…de/garmin-etrex-30x-test/

    www.clickpedal.de Gerätehistorie: GPS12, eTrex Summit, 60CS, 60CSx, Oregon300, 62s, eTrex30, WinTec WBT-202, Oregon650, Oregon700. Aktuell: GPSMAP66S SW: BaseCamp aktuelle Version auf WIN10, GPS-Einsatz vorw. bei MTB-Touren. Nach ZUMO340 für die BMW-GS nun Kyocera Duraforce Pro mit LocusMap, Nüvi 3597LMT für PKW, LOCUSMap auf Android

  • ... ist ein Telefon als backup nicht geeignet: zu anfällig, Display mit kalten/nassen Fingern nicht bedienbar, nicht wasserfest/schlagfest....


    Das gehört in den Bereich Vorurteil, Nichtwissen.


    http://www.connect.de/vergleic…tdoor-handys-1414490.html
    https://www.netzwelt.de/smartp…martphones-vergleich.html
    https://www.outdoor-handys.com/

    Mobil-Geräte: Smartphone Blackview BV 8000 pro (Android 8 und LG G6 (Android 9)
    Mobil Apps: Pathaway 6 Pro, Locus Pro
    Garmin: Fenix 3 HR (5.40), HRM-Tri Premium HF - Brustgurt
    PC: QuoVadis 7 mit Win 10

  • Wasserdicht ist halt nicht alles. Bedienen muss man es auch können. Den realen Test hatten wir vor 2 Jahren im schönsten Schneesturm bei null Sicht. Mit am Start waren ein 64s, ein Oregon 600 und ein Samsung XCover. Am Ende vom Tag waren wir uns alle einig, dass ein 64s sich besser mit klammen Handschuhen und nassem Display bedienen lässt, als alle anderen Geräte.


    Jetzt kann man sich natürlich noch selber fragen, ob man bei Aussicht auf ein solches Wetter überhaupt vor die Türe will. Wer dieses konsequent vermeidet, kommt mit allem aus.

  • Der Touchscreen beim Garmin Oregon 700 ist bei Nässe ähnlich schlimm zu bedienen wie bei meinem Samsung Galaxy. Da sehe ich kaum einen funktionalen Vorteil.
    Ein Gerät mit Knöpfchen ist zu jeder Jahreszeit sicher zu bedienen :)

    www.clickpedal.de Gerätehistorie: GPS12, eTrex Summit, 60CS, 60CSx, Oregon300, 62s, eTrex30, WinTec WBT-202, Oregon650, Oregon700. Aktuell: GPSMAP66S SW: BaseCamp aktuelle Version auf WIN10, GPS-Einsatz vorw. bei MTB-Touren. Nach ZUMO340 für die BMW-GS nun Kyocera Duraforce Pro mit LocusMap, Nüvi 3597LMT für PKW, LOCUSMap auf Android

  • Der "Geckobug" ist ein - von Garmin nie behobener - Softwarefehler: Der Kalender spinnt. Ansonsten funktioniert alles wie gewohnt. Das Gerät ist sehr Basic, ich würde es heute nicht mehr ernsthsft nutzen wollen. Seinen Platz in der Vitrine hat es sich trotzdem verdient. Heute bin ich mit dem GPSMAP64 unterwegs - Karten, lange Laufzeit, auch mit kalten Fingern und/oder Handschuh3n zu bedienen.

  • Vielleicht noch ein Hinweis zum Schluss:


    Das eTrex hat einen schwächeren Prozessor als das 64er. Deswegen auch die längere Laufzeit. Größere Zoomaktionen können beim 64er schon etwas zäh ablaufen. Beim eTrex erst recht. Das fällt beim Folgen eines Tracks oder dem freien Gehen im Gelände nach Karte nicht so sehr ins Gewicht. Beim Rauszoomen, um sich einen Überblick zu verschaffen, kann es aber dauern. Einige Benutzer hat dies in der Vergangenheit schier in den Wahnsinn getrieben. Andere ertragen es mit stoischer Geduld. Kommt ein wenig darauf an, in wie weit man heute übliche Smartphonepower auch bei diesen Geräten erwartet. Die lange Laufzeit bei relativ kleiner Akkukapazität hat ihren Preis.