so wie die Wanderwege und kleinen Trails mittlerweile durch schwere E-Bikes zerfahren worden.
denke mal nicht, dass es um Wald- und Wiesenwege oder ausgewiesene Wanderpfade geht, zumal die angesichts der Parallelnutzung mit Wald- und Feldmaschinen sicherlich eine höhere Belastung zu ertragen haben.
So wie ich den Entwurf verstehe, geht es primär darum das Eigentum der Waldbesitzer vor der Anlage von neuen Trampelpfaden oder zB Downhillstrecken zu schützen und kein Gewohnheitsrecht etablieren zu lassen. So ein Gewohnheitsrecht hat den fatalen Nebeneffekt, dass der Waldbesitzer für Gefahren durch Hangabbruch oder umstürzende Bäume verantwortlich gemacht werden kann.
Und auch der Jagdpächter hat kein Interesse daran seinen durch Hege hergestellten Wildbestand vergrämen zu lassen.
Drittes Schadensbild ist auch die damit einhergehende neue Zerstörung von teils geschützten Pflanzen und Biotopen.
Dass dann zusätzlich noch durch einzelne Waldfrevler auch noch eine Vermüllung entsteht, macht das ganze nicht besser.
Von daher finde ich den Entwurf gut - er verbietet grundsätzlich die Anlage von neuen Pfaden, sofern hier nicht das OK durch den Grundstückseigentümer vorliegt. Wobei sich das sicherlich schwierig gestalten könnte, da in D alle Vereinbarung rund um Grundstücke grundbuch- und damit notariatspflichtig sind.
Und dass dann über den hier zitierten §33 auch die Plattformen wie zB komoot in die Pflicht genommen werden drauf zu achten, was auf ihrem Verantwortungsbereich publiziert wird ist naheliegend - nichts anderes gilt übertragen auch hier bereits seit Jahren für den Forenbetreiber auf zB naviboard. Es haben halt leider nur die App Betreiber ihre bereits heute bestehende moralische Verantwortung negiert und der missbräuchlichen Nutzung der Wälder Vorschub geleistet - obwohl die Landeswaldgesetze diese Nutzung auch heute bereits untersagen.
Mit diesem Entwurf werden die Landeswaldgesetze diesbezüglich nur präzisiert und ich hoffe dass es dann auch Stellen geben wird, die die Einhaltung überwachen und Verstöße durch Waldfrevler, aber auch Plattformbetreiber einer Ahndung zuführen.
Motorradfahrer hingegen sind in meiner Region, bis auf seltene Ausnahmefälle, kein Problem - vielleicht sind die Biker da bereits verantwortungsbewußt zugange oder aber die ehrlichen Waldbesucher nehmen da ihre Bürgerpflicht ernst und führen solchen Mißbrauch einer Ahndung zu.
Mir selbst ist es in der Vergangenheit desöfteren passiert, dass ich im Wald unterwegs mit ATV und Kleinanhänger zur Wildfütterung, von anderen Waldbenutzern aufgehalten und angesprochen wurde. Richtig so.