.GM gmw-Datei noch einmal verändern, aber wie?

  • Hallo und eine schönen Abend,


    ich habe mit GM eine Karte (eingescannte Papierkarte im .jpg Format) kallibriert. Das war ja recht einfach... Aber jetzt komme ich schon zu meiner Fragre:


    Ist es möglich, und wenn ja wie, Änderungen an den Kallibrierungspunkten und/oder dem Karteneinstellungen (z.B. der Projektion u.s.w.) am bereits abgespeicherten .gmw File zu machen? Öffnen kann ich es ja, aber wie geht's weiter? Da stehe ich derzeit noch mit dem Rücken zur Wand.


    Ich habe lange (herum)gesucht und nichts gefunden.


    Danke schon mal im Voraus


    Peter

  • Hallo Peter,


    klar geht das. In der GMW-Datei ist je Karte ein Abschnitt mit mehreren Zeilen wie z.B.


    Code
    1. GCP="POINT01,0.0000000,0.0000000,3450004.0032538,5546246.0044342"

    Das sind die "Ground Control Points" (vulgo Kalibrierpunkte) mit den Angaben Punkt-Nr.,Pixel X,Pixel Y,Projizierte Koordinate X, Projizierte Koordinate Y in dieser Reihenfolge.


    Darunter folgt ein Abschnitt


    Code
    1. DEFINE_PROJ ...

    in dem die Projektion mitsamt aller Parameter definiert ist, wobei die Namenskonventionen von Global Mapper eingehalten werden müssen.


    Aber warum willst du darin manipulieren? Wenn du die Kalibrierung korrigieren willst, geh in das Overlay Control Center, dort Rechtsklick auf die gewünschte Karte und dann im Popup-Menü den ersten Punkt RECTIFY... auswählen.


    Daß JPG als Format für Kartenscans suboptimal ist, sollte sich inzwischen rumgesprochen haben.

    "The universal aptitude for inaptitude makes any human accomplishment an incredible miracle." (John Paul Stapp)

  • Hallo Hans,


    du kennst dich ja mit GM scheinbar sehr gut aus und da hätt' ich noch eine Frage an dich.


    Mit GM 14 kann man ja auf einfachem Weg .jnx Files erzeugen. Aber wie kann ich kontrolieren ob die Files richtig kallibriert sind? In GE kann ich .jnx ja nicht anzeigen. Mein Weg war dadurch etwas umständklich.


    Ich habe aus dem gleichen .gmw File auch ein .kmz File erstellt und dieses dann in GE kontrolliet. Geht das nicht auch irgenwie mit einfacher direkt mit GM? Ein Freund hat mir auch geraten das .jnx File mit dem Tool Jnxer zu kontrolieren.


    Danke im Voraus, Peter

  • Hallo Peter,


    die GMW-Datei ist ein Script und sagt GM nur, welche Daten zu laden sind und was damit passieren soll, man kann also aus einer GMW-Datei keine KMZ-Datei erstellen.


    Global Mapper kann KMZ-Dateien lesen, die Überprüfung ist also auch in GM möglich, allerdings sehe ich den Sinn nicht so richtig. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal eine falsch exportierte Kalibrierung bei Global Mapper erlebt zu haben, wenn mal was nicht gepaßt hat, war die Ursache immer zwischen Tastatur und Rückenlehne.


    Von JNX habe ich keine Ahnung, deshalb also rein spekulativ: BaseCamp?


    Ansonsten könntest du die Frage <hier> nochmal stellen.

    "The universal aptitude for inaptitude makes any human accomplishment an incredible miracle." (John Paul Stapp)

  • rein spekulativ: BaseCamp?

    Wäre auch mein Vorschlag gewesen.
    Ich lege mir über die Rasterkarte eine Vektorkarte (zb eine OSM) oder zur Not auch ein paar Tracks drüber und schau ob das zusammenpasst. Das mache ich entweder mit Basecamp oder QLandkarte.
    Ob das mit dem Global Mapper geht weiß ich nicht (habe nur die Demoversion).

    ʎɐqǝ ıǝq ɹnʇɐʇsɐʇ ǝuıǝ ɹǝpǝıʍ ǝıu ǝɟnɐʞ ɥɔı ´uuɐɯ ɥo


  • Hallo Hans,


    ich wusste schon, dass eine .gmw Datei GM dazu verwendet welche Daten zu laden und wie zu kallibrieren sind. Oder anders: Wenn ich eine Karte (Scan einer Papierkarte) kallibriere kann ich das Ergebnis in einer .gmw Datei abspeicher.


    Warum ich eine fertig kallibrierte Karte noch mal überprüfen will bevor ich u.U. erst in der Ferne daraufkomme, dass sie, da falsch kallibriert, nicht zu verwenden ist, wird sicher einleuchten. Ich arbeit sehr oft mit eingescannten Karte aus Griechenland. Und da besonders mit welchen von Anavasi und Terrainmaps, die es beide oft nicht so ganz genau mit ihren Angaben (Längen- und Breitengrad) auf den Karten nehmen. Der Fehler lieg, wenn schon zwischen Tastatur und Rückenlehne, dann aber in Ellada und nicht in Wien. Siehe dazu auch hier, wo du mir auch geholfen hast:


    http://www.naviboard.de/vb/showthread.php?t=51716


    Aber noch mal zu den .gmw, .kmz und .jnx Filez:


    Ich erstelle also in mühevoller Kleinarbeit mit z.B. PS aus vielen Scanns einer Papierkarte ein grosses File (.bmp oder .jpg) und lade dieses in GM. Danach wird, nach den Angaben der Papierkarte kallibriert. Dann, damit die Arbeit verloren geht wird das Ergebnis der Kallibration als .gmw file gespeichert. Danach geht's ans Exportieren als .jnx und .kmz Filez.


    So und jetzt würde ich gerne die Früchte meiner Arbeit kontrollieren. Ist doch nicht verwerfliches wenn mann noch einmel eine Kontrolle machen will bevor man auf Reisen geht...


    Für das .jnx File, dem Hauptziel meiner Arbeit, habe ich leider noch kein Mittel gefunden es mit einer georeferenzierten Karte oder einem SAT-Foto zu vergleichen. Deshalb exportiere ich die Karte auch noch als .kmz um die Kallibration in GE zu kontrollieren.


    Und diesen Weg will ich abkürzen, mir den zweiten Export ersparen. Darum die Frage ob und wie es möglich ist .jnx Filez auf direktem Weg zu überprüfen.


    Ausserdem und hier nur am rande habe ich derzeit probleme bei der darstellung von .kmz Filez in GE. Mehr dazu hier:


    http://www.naviboard.de/vb/showthread.php?t=55619


    Noch kurz dazu warum ich mir die Arbeit antue und Papierkarten scanne und nicht die von Anavasi angebotenen elektronischen Karten verwende: Die elektronischen Karten sind Schrott (!!!!) und nie und nimmer mit den Papierkarten, wo Anavasi ja wirklich eine akzeptable Qualität liefer, zu vergleichen. Die elektr. Karten haben nur 50 oder 100 Meter Höhenschichtlinien, viele kleineren Wege oder Strasse der papierkarte fehlen einfach u.s.w. Ausserdem haben die elektr. Anavasi Karten alle ein riesiges Wasserzeich in Form eines C im Ring, welche mich wirklich stört. Dafür gebe ich kein Geld mehr aus.


    Ich hoffe ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt und bekomme noch Hilfe zu meinem Problem


    Liebe Grüsse


    Peter

  • Wäre auch mein Vorschlag gewesen.
    Ich lege mir über die Rasterkarte eine Vektorkarte (zb eine OSM) oder zur Not auch ein paar Tracks drüber und schau ob das zusammenpasst. Das mache ich entweder mit Basecamp oder QLandkarte.
    Ob das mit dem Global Mapper geht weiß ich nicht (habe nur die Demoversion).


    Bei meinen Karten handelt es sich um Karten von Kreta und da habe ich leider noch keine Tracks. Das ändert sich aber bald. OSM muss ich erst noch suchen, da kenne ich mich gar nicht damt aus.


    Aber ich nehme natürlich gerne Tracks von anderen Naviboard Usern zur Kontrolle entgegen.


    Peter


  • So und jetzt würde ich gerne die Früchte meiner Arbeit kontrollieren. Ist doch nicht verwerfliches wenn mann noch einmel eine Kontrolle machen will bevor man auf Reisen geht...


    Für das .jnx File, dem Hauptziel meiner Arbeit, habe ich leider noch kein Mittel gefunden es mit einer georeferenzierten Karte oder einem SAT-Foto zu vergleichen. Deshalb exportiere ich die Karte auch noch als .kmz um die Kallibration in GE zu kontrollieren.


    Falls es zu dem Gebiet eine Garmin Vektorkarte gibt würde ich diese und die JNX Datei in QLandkarte einbinden und dann die Vektorkarten über die JNX Datei legen.


    Ein andere Weg wäre Wegpunkte an markante Stellen zu legen, z.B. Kreuzungen, bzw Bahnübergänge, wenn es welche gibt. Die sind immer gut vermessen. Liegen die Wegpunkte auch im Gerät und der JNX Karte genau dort wo man sie erwartet, passt es.

  • Eine oder mehrere Vektorenkarte (CN Europe, Anavasi Topo GR u.s.w.) von Kreta gibt es natürlich. Ich kenn' mich zwar mit QLandkarte nicht aus, werde es aber schon schaffen


    Danke für den Tipp, Peter

  • Hallo Peter,


    Kreta sieht bei OSM ziemlich gut aus. Du hast in GM direkten Zugriff auf OSM, klick mal auf Download Online Imagery, in der Liste taucht dann auch OpenStreetMap auf. Wähle es aus und wähle unten in der Maske unbedingt den Bereich aus, den du tatsächlich brauchst. Der ausgewählte Bereich wird dann geladen, danach kannst du im Overlay Control Center die Karte auswählen und ebendort unter Options die Transparenz einstellen.

    "The universal aptitude for inaptitude makes any human accomplishment an incredible miracle." (John Paul Stapp)

  • Peter,
    war vor Jahren auf Ostkreta unterwegs. Die 100K von Anavasi reichte zum groben Überblick.

    Die GM Kalibrierung habe ich mit sehr vielen Punkten vorgenommen;) , abgenommen von GE. So kalibriere ich auch manche Mapausschnitte aus Reiseführen, die ähnliche Ungereimtheiten haben wie die 100er Kreta.

    GM zeigt sehr viele Vektor Arten an (Tracks, Wegpunkte, mp Karten......), die als Overlay angezeigt werden und gut zur Kontrolle taugen. Satmaps sind bei Detailplanungen sehr gut, da viele Gebiete eine geringe Bepflanzung aufweisen.

    Kreta Tipp:
    Anavasi 100 + 25 K (nur teilweise vorhanden)
    Satmaps
    Vektorkarte aus OSM Daten - sehr genau in den Gebieten, die ich überprüft habe mit eigenen Tracks.
    gute Höhenmodelle sind zur Tourenplanung wichtig, da die Touren oft schattenlos sind und je nach Umgebungstemperatur äußerst anstrengend sein können.

    Servus
    Gerd
    Anima - Aventura - Sportiva - Acer A210 - Acer Gallant Duo mit TwoNav 3* - CGPSL - TTQV 4/6 PU - Globalmapper 13 -
    TwoNav-Einsatz: Trekking, MTB, Ski-Touren, Hybrid-Straßennavigation