GM .kmz und .jnx Export-Frage

  • Guten Morgen,


    ich habe wieder einemal ein kleines (???) Problem was ich hier zur Diskussion stellen will.


    In GM (ab Version 14) kann man icht nur .kmz sondern auch .jnx Files exportieren.


    Wenn man .kmz Dateien exportiert dann habe ich bemerkt, dass das Ergebnis (die fertige Datei) meist einen unschönen gelben Rand aufweist wenn man es am GPS ansieht. Das kommt daher, da die Kartenränder durch das Kallibrieren in GM nicht mehr genau waagerecht und senkrecht sind und GM vermutlich die fehlenden Bereiche auffüllt wenn es die Kacheln erstellt. Das ist zumindest so wenn man die .kmz als .jpg exportiert.


    Abhilfe gibt es natürlich: Man "umrandet" die eigentliche Karte, vor dem Kallibrieren und dem .kmz Export, mit einem Rand von ca. einer Kachelbreite oder Höhe. Danach wird kallibriert und exportiert. Die fertige .kmz lädt man in GE und löscht händisch die Randkacheln uns speicher die .kmz noch mal ab. Fertig ist die Karte ohne gelben Rand.


    Möglicherweise gibt es auch einen viel einfacheren Weg: Man exportiert die .kmz nicht als .jpg sondern als .png, da dieses Grafikformat transparente Teile kennt. Es könnte ja sein, dass GM die sonst gelben Ränder jetzt transparent macht, was dann nicht mehr stört. Ich habe das noch nicht getestet, war nur mal so eine (spontane) Idee von mir.


    So, also bei .kmz Dateien gibt es zumindest einen, wenn nicht zwei, Wege die (mich) störenden Ränder zu entfernen.


    Das viel grössere und noch ungelöste Problem sind die .jnx Dateien. Warum? Hier kann man ja, nicht so wie bei den .kmz Files nur eine, sondern mehrere Dateien gleichzeitig am GPS haben. Und da stören diese Ränder ganz gewaltig, besonders wenn man Karten hat, die genau aneinander grenzen. Zwischen den Karten verdeckt dann der gelbe Rand der einen Karte u.U. wichtige Bereiche der anderen Karte. Oder anders gesagt: Man hat zwischen den Karten immer Bereiche die gelb zu sehen sind. Das lässt sich auch nicht durch die Wahl verschiedenen DrawOrder beheben. Denn entweder überbeckt die z.B. linke Karte die rechte oder eben umgekehrt.


    Die erste oben beschriebene Methode zur Problemlösung würde auch nichts bringen, da nach entfernen der Randkacheln immer noch Ränder ohne Karteninformation zurückbleiebn.


    Ausserdem habe ich noch nicht gefunden wie man Kacheln aus einer fertigen .jnx Datei entfernen kann. Gibt's da einen Weg dazu?


    Die zweite Methode, sie wäre sicher das "Nonplusultra", die .jnx Dateien als .png abzuspeichern geht leider auch nicht. Zumindest habe auch hier noch nichts dazu gefunden.


    Das wäre mein Problem, welches ich hier mal vorgestellt habe.


    Alle Lösungsvorschläge und Ideen sind willkomme.


    Liebe Grüsse, Peter

  • Hallo Peter,


    So, also bei .kmz Dateien gibt es zumindest einen, wenn nicht zwei, Wege die (mich) störenden Ränder zu entfernen.


    Es gibt noch mehr und bessere Wege:


    • du kannst die Farbe des Hintergrundes (lies: Rand) in Global Mapper einstellen.
    • du kannst den Hintergrund bei Exporten transparent machen, das geht aber nur bei Formaten, die auch Transparenz zulassen.
    • du kannst den zu exportierenden Bereich einstellen, entweder durch Aufziehen eines Auswahlrechtecks oder explizit in Koordinaten, und ihn klein genug wählen, daß es keine störenden Ränder mehr gibt.


    Zwischen den Karten verdeckt dann der gelbe Rand der einen Karte u.U. wichtige Bereiche der anderen Karte. Oder anders gesagt: Man hat zwischen den Karten immer Bereiche die gelb zu sehen sind. Das lässt sich auch nicht durch die Wahl verschiedenen DrawOrder beheben. Denn entweder überbeckt die z.B. linke Karte die rechte oder eben umgekehrt.


    Du kannst in GM jede geladene Karte einzeln manipulieren oder deren Eigenschaften ändern, z.B. auch einzelne Farben transparent setzen oder Kartenteile wegschneiden, und du mußt das alles VOR dem Export machen. Rasterkarten sind Bilder und können genauso be- und verarbeitet werden, verabschiede dich an dieser Stelle von den Vektordaten-Schemata. Das hier hilft auch bei der autodidaktischen Einarbeitung in GM.

    "The universal aptitude for inaptitude makes any human accomplishment an incredible miracle." (John Paul Stapp)

  • Hallo Peter,


    wenn ich deine Ausführungen richtig verstanden habe dann entstehen die Ränder durch die automatische Reprojektion beim KMZ-Export.


    Abhilfe: alle einzelnen Karten zu einer Gesamtkarte blattschnittfrei zusammenfassen und mit Merkator-Projektion speichern (z.B als ECW). Dann kannst du den gewünschten Bereich ohne Randstreifen (Keile) als KMZ exportieren.


    PNG ist keine Lösung weil Garmin-Geräte nur (noninterlaced) JPG anzeigen können.


    Grüsse
    Anton

  • Das ging aber rasch... Danke.


    Trotzdem, wenn ich auch noch so gut Ränder löschen und bearbeiten kann, solange ich .jnx Dateien nicht im .png Format (oder in einem anderen Format welchen "Transparent" versteht) speichern kann wir immer ein sichtbarer (und u.U. andere Karten verdeckender) Rand bleiben. Oder liege ich da schon wieder falsch?


    Liebe Grüsse


    Peter

  • Hallo Anton,


    deine Antwort habe ich erst jetzt gesehen. Ist ein interessanter Ansatz. Werde mal sehen ob ich das fertig bringe. Wenn diese Methode auch für .jnx möglich wäre ist das die Lösung.


    Liebe Grüsse, Peter

  • Hallo Peter,


    Ist ein interessanter Ansatz.


    Nein, sondern ein üblicher Weg. Ich hatte oben geschrieben, daß du alle Manipulationen VOR dem Export vornehmen mußt, darunter fällt auch, alles so aufzubereiten und zusammenzubauen, wie man es für ein Projekt braucht.


    Wenn diese Methode auch für .jnx möglich wäre ist das die Lösung.


    In deinem Fall scheint mir das die einzig mögliche Lösung, weil


    Garmin-Geräte nur (noninterlaced) JPG anzeigen können.


    also nix mit Transparenz.

    "The universal aptitude for inaptitude makes any human accomplishment an incredible miracle." (John Paul Stapp)

  • Hallo Anton,


    Abhilfe: alle einzelnen Karten zu einer Gesamtkarte blattschnittfrei zusammenfassen und mit Merkator-Projektion speichern (z.B als ECW). Dann kannst du den gewünschten Bereich ohne Randstreifen (Keile) als KMZ exportieren.
    Anton


    Wenn ich also meine Karte(n) kallibriert habe, und das geht bei den meissten Griechischen Karten nur mit GGRS87, danach das Projekt mit Merkato-Projektion als .ecw abspeichere und dann noch nach .kmz oder .jnx exportiere soll es keine keilförmigen Randbereiche geben? Dann müssten die Randkacheln aber nicht quadratisch oder rechteckig sein, oder? Wusste nicht, dass das möglich ist.


    Da habe ich auch noch eine Verständnissfrage: Ich kallibriere in GGRS87. Gut und dann kann ich diese kalibrierte Karte mit Merkato-Projektion abspeichern? Geht das ohne die Kallibration "abzuschiessen"?


    Derzeit kratze ich mich noch mit der linken Hand hinterm rechten Ohr. Aber ich bin ja so frei, wenn ich nicht schaffe noch mal nachzufragen. Das verspreche ich mal schon jetzt.


    Liebe Grüsse, Peter

  • Hallo Peter,


    im ersten Schritt musst du eine blattschnittfreie Gesamtkarte erstellen.


    Diese Gesamtkarte ergibt nach Reprojektion auf Merkator an den Rändern keilförmige Randbereiche. Wenn du beim Export dann innerhalb der Randbereiche bleibst hat die Garmin-Karte keine Ränder. Wenn du die Gesamtkarte exportierst sind die Randbereiche ausserhalb deiner Karten.


    Viel Erfolg
    Anton

  • ...ergibt nach Reprojektion auf Merkator...


    Hallo Anton,


    sagst ma bitte noch schnell wie die Reprojektion funktioniert? Mit Tools -> Coordinate Converter schaffe ich es nicht. Und wenn du schon dabei bist, den Export schnalle ich auch noch immer nicht. Warum solllen jetzt plötzlich, beim Exportieren der Gesamtkarte, die gelben Keile verschwunden sein? Dann müssen doch auch Kartent(k)eile verschwunden sein, oder? Ich bin scheinbar doch ein GM DAU!


    Liebe Grüsse, Peter

  • Hallo Peter,


    ich bin viel in Kreta, in den Levka Ori unterwegs und benütze die Anavasi 25 000 Digital Wanderkarten auf meinem Oregon 450, die sind doch sehr genau. Gibts ja auch in Kmz Datei.


    Gruß Hans

    Irgendwo hinter Indien, soweit im Osten, bevor er zum Westen wird.

  • Hallo Peter,


    ich bin viel in Kreta, in den Levka Ori unterwegs und benütze die Anavasi 25 000 Digital Wanderkarten auf meinem Oregon 450, die sind doch sehr genau. Gibts ja auch in Kmz Datei.


    Gruß Hans


    Kannst du mir einen kleinen Ausschnitt (Screenshot) zusenden, damit ich die Qulität und die Unterschiede zur Papierkarte beurteilen kann?


    Danke, Peter

  • Jassu Peter,


    es sind die original Papierkarten von Anavasi, die digalisiert wurden.
    Außerdem sind die fertigen Karten billiger als die ganze Arbeit mit scannen, kalibrieren usw. Habe ich selbst mal gemacht. Hier ein Ausschnitt von der Frangokastelo - Plakias Karte.
    Sieh mal hier.
    http://www.anavasi.gr/products.php?lang=en&id=5&klimaka=&ar


    Hans

  • Hallo Hans.


    so wie ich das sehe entspicht die (deine) elektronische Version der Papiekarte. Bei den von mir gekauften (Kleine Kykladen und Naxos) war das nicht der Fall. Dort hinkt die Detailtreue (Kleine Strassen, Wege, Wanderwege u.s.w) der elektronischen der Papierkarte weit hinterher.


    Sehe ich da ein Wasserzeichen in Form eines (C) auf der elektronischen Karte? Auch das störte mich bei den von mir gekauften sehr. Anavasi hat zwar bereits im März (2013) versprochen mir eine ohne Wasserzeichen zu senden, aber bis heute habe ich, trotz mehrmaliger Urgenz, nichts bekommen.


    Liebe Grüsse


    Peter

  • @ macnetz



    Diese Gesamtkarte ergibt nach Reprojektion auf Merkator an den Rändern keilförmige Randbereiche. Wenn du beim Export dann innerhalb der Randbereiche bleibst hat die Garmin-Karte keine Ränder. Wenn du die Gesamtkarte exportierst sind die Randbereiche ausserhalb deiner Karten.


    Hallo Anton,


    ich habe jetzt mal meine GGRS87 kallibrierte Karte nach Merkato konvertiert. Gut, danach habe ich ein .kmz exportiert. Und siehe da, es gibt noch immer gelbe Keile. Wieso auch nicht? Denn mit irgendwas müssen ja die durch das "anpassen oder verzerren" der Karte von Flach auf Kugel entstehenden Keile ja gefüllt werden. Und mit Transparent ist's ja nix, wie wir jetzt wissen. Natürlich kann ich nachträglich die Keile in den .jpgs anders einfärben... Aber das ist doch nicht Sinn der Übung.


    Ich glaube jetzt schön langsam, dass es einfach nicht möglich sein kann Karten ohne Keile zu erzeugen, denn die Kacheln müssen immer Rechteckig oder Quadratisch sein, und da muss irgendetwas die Leerräume ausfüllen. Wenn es doch möglich ist, dann würde ich gerne einen Screenshot-Beweis davon und eine Anleitung zum Nachkochen dafür haben. Vielen Dank im Voraus.


    Noch was: Wie kann ich einmal die Gesamtkarte exportieren und einmal innerhalb der Karte bleiben? Und wenn es mir doch gelingt beim Export innerhalb der Karte zu bleiben fehlen mir ja dann die Randbereiche mit Karteninfos. Ist das so?


    @ Coxbazar


    Hallo Hans,


    kannst du dir mal eine Eck- oder Randkachel der gekauften .kmz ansehen? Wie sieht's dort aus? Keile oder nicht? Wie macht es Anavasi?


    In den beigefügten Bildern ist oben meine Karte ohne Merkato-Konvertierung und unten die mit zu sehen. Die kallibration stimmt bei Beiden und die Karten decken sich exakt mit GE.


    Liebe Grüsse, Peter


    (c) Google Earth und Anavasi

  • Jassu Peter,


    also die Keile kommen weder bei der original Anavasi (die mit den Koordinaten am Blattrand) sowie bei meine eigenen gescannten Anavasi Karten nicht vor.
    Habe mir alle drei Papierkarten, also Blatt 11.11 - 11.12 - und 11.13 auf 99 Kacheln zusammen gestellt, damit ich alles auf einer SD habe. Funktioniert einwandfrei.


    Hans

  • Hallo,


    wenn man eine Karte mit transverser Merkatorprojektion als KMZ verwendet entstehen nicht zwangsläufig die störenden Keile am Rand. Man kann die GroundOverlays auch drehen (rotation |= 0 ). TTQV4 beispielsweise speichert die Kacheln mit Rotation.


    Grüsse
    Anton

  • Hallo,


    ich darf mich hier hoffentlich von der Seite her einklinken.
    Auch ich möchte die Keile in meinen Garmin-Rasterkarten loswerden und dazu das "Ausgangsmaterial" erst einmal nach Merktor reprojizieren.
    Dazu will ich GDAL/QGis verwenden.
    Für das Ziel-Bezugssystems erhalte ich eine ganze Reihe von Mercator-Projektionen zur Auswahl (siehe Bild).
    Der erste Versuch mit Google Mercator ist danebengegangen. Ich hatte zwar keine Keile mehr aber dafür lag meine Karte in Südfrankreich. Der nächste Versuch mit World Mercator schaut schon besser aus.


    Welche Merkator-Projektion ist für Garmin KMZ/JNX die richtige/empfehlenswerte?
    Oder hängt das davon ab welche Referenzierung die Originalkarte hat (in diesem Fall WGS 84, UTM Zone 32 Nord = EPSG 32632)?


    Danke!

  • Gut, die Screenshots zeigen, dass es scheinbar auch ohne Keile geht. Aber, ist da immer das äussere Ende der Karte zu sehen? Oder ein Schnitt, der wie Anton schon schrieb, bei dem nur ein "innerer Bereich" exportiert wurde?


    Wie auch immer, ich sehe ein, dass es manche können. Ich gehöre scheinbar und leider nicht dazu und werde auch nicht mehr viel Zeit investieren können, da ich sonst nicht mehr dazu komme meine anderen Urlaubsvorbereitungen zu erledigen. Ich will ja nicht mit leerem Rucksack nach Kreta fliegen.


    Wenn mir noch wer helfen will, dann bitte. Aber mit einer genauen Anleitung für DAUs - Schritt für Schritt wie ihr es geschafft habt. Bitte nichts kryptisches und keine Rätselstunde, sondern nachvollziehbare Anleitungen. Sonst werde ich Kreta in diesem Jahr mit Keilen erleben (müssen).


    Danke und liebe Grüsse


    Peter