Messrauschen auf GPS

  • Ich unterstelle jetzt mal dem Garmin Konstrukteur, dass er in einer GPS-Uhr den bestmöglichen Platz für den GPS-Empfänger ausgesucht hat (unter Einhaltung von Design und package natürlich).

    Eventuell ist hier ein Metallgehäuse tatsächlich von Nachteil, weil es stärker abschirmt und ich würde mit einer Forerunner besser fahren, die hauptsächlich auf Kunststoff setzt?!

    Natürlich haben die den für die gegebenen Umstände besten Platz ausgesucht, eine aktive Integration der kompletten Lünette als zusätzliche Empfängsfläche wäre aber wohl wünschenswert. Es gibt durchaus Meinungen, dass ein nicht Metallgehäuse für besseren GPS Empfang sorgt.

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  • Aber es ist halt schon verblüffend, dass mein pobliges Handy auf meiner Haus und Hof Strecke seit Jahren meinen Ansprüchen genügt und ich jetzt mit einer GPS-Uhr (die nur für diesen Zweck gebaut wurde) schlechtere Ergebnisse erziele.

    Meiner Meinung nach ist das Handy insofern genauer, da es "aGPS" (=assisted GPS) anwendet, d.h. es berechnet die Position aufgrund der Auswertung von sowohl GSM als auch GPS Signalen.

    Gerade bei schwachem GPS Empfang würde es mich gar nicht wundern, wenn das Handy genauer Ortet als ein reines GPS Gerät.

  • Was ich interessant finden würde, wäre , wenn Garmin es ermöglichen/erlauben würde, dass man einen aktiven externen GPS Empfänger mit der Fenix nutzen könnte. Wäre interessant zu sehen, wie der sich dann bei schweren Bedingungen schlagen würde. Z. B. ein GNS 2000 ist ja nicht schwer und auf Grund der größeren GPS Antenne sollte der Empfang dann höchstwahrscheinlich besser sein. Das aber nur mal nebenbei erwähnt...

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  • Meiner Meinung nach ist das Handy insofern genauer, da es "aGPS" (=assisted GPS) anwendet, d.h. es berechnet die Position aufgrund der Auswertung von sowohl GSM als auch

    Ok die Erklärung ist plausibel und gefällt mir. Ich werde die Strecke mal im Flugmodus tracken. Vielleicht ist an der Stelle ja tatsächlich ein Prepperbunker mit Störsendern vergraben - wer weiß :-)

  • Natürlich haben die den für die gegebenen Umstände besten Platz ausgesucht,

    Und sind dabei wahrscheinlich vom "konventionellen" Tragen der Uhr auf der Armoberseite ausgegangen. Es gibt aber auch Leute, die Armbanduhren nach unten tragen, da Mensch hauptsächlich aus Wasser besteht und Wasser ausgezeichnet abschirmt (vgl. nasses Blätterdach), schirmt der Arm dann die Uhr ab.

    Es gibt durchaus Meinungen, dass ein nicht Metallgehäuse für besseren GPS Empfang sorgt.

    Das muß nicht unbedingt so sein, siehe auch oben. Wenn das Metallgehäuse unterhalb der Antenne liegt, kann es als Reflektor wirken und den Empfang sogar verbessern. Wichtig ist, daß die Antenne einen unverbauten Blick nach oben zu den Satelliten behält.

    "The universal aptitude for inaptitude makes any human accomplishment an incredible miracle." (John Paul Stapp)

  • Meiner Meinung nach ist das Handy insofern genauer, da es "aGPS" (=assisted GPS) anwendet, d.h. es berechnet die Position aufgrund der Auswertung von sowohl GSM als auch GPS Signalen.

    Gerade bei schwachem GPS Empfang würde es mich gar nicht wundern, wenn das Handy genauer Ortet als ein reines GPS Gerät.

    Mit A-GPS wird nicht direkt die finale Position berechnet! Auf die Genauigkeit hat A-GPS daher so erst mal keinen Einfluss. A-GPS funktioniert so, dass anhand der Funkzelle grob berechnet wird wo der Nutzer ist (also durchaus in Größenordnungen von +/-1 1km) und dann Bahndaten der Satelliten sowie andere Fehlerkorrekturen für den passenen Standort an den GPS-Empfänger übermittelt werden (über die Mobilfunkverbindung). Der Vorteil ist, dass diese Daten direkt verfügbar sind und nicht erst über die GPS-Satelliten gesendet werden müssen. Aufgrund der geringen Bandbreite dauert die Übermittlung dieser Daten nämlich bis zu 12,5 Minuten und beginnt auch erst, wenn die Position grob übermittelt wurde. Die genauest mögliche Berechnung kann also ohne A-GPS durchaus 13-14 Minuten dauern, mit A-GPS kann das in wenigen Sekunden möglich sein. Auf die Genauigkeit selber und im weiteren Verlauf hat A-GPS dann aber keinen Einfluss mehr.


    VG

  • Da dürften dann solche Kaliber wie GPS Jammer oder ähnliches eingesetzt werden.

    Zivil kann auch eine Trasse mit mehreren Hochspannungsleitungen oder ein dickes Umspannwerk reichen.

    "The universal aptitude for inaptitude makes any human accomplishment an incredible miracle." (John Paul Stapp)

  • Ich hatte da ein paar im Netz frei verfügbare Berichte von Unis zu gelesen. Die sind aber schon älter. Ergebnis waren eigentlich keine signifikanten Abweichungen durch Hochspannungsleitungen/Umspannwerke.

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  • Ich habe noch nie eine Abweichung durch Hochspannungsleitungen erlebt und alles was man dazu lesen lesen kann deckt sich mit meiner Erfahrung! Hochspannungsleitungen haben natürlich Einfluss auf den Kompass und deswegen mag sich vielleicht der ein oder andere dann wundern wenn die Richtung komisch springt usw. und das dann fälchlicherweise auf einen gestörten GPS-Empfang zurückführen. Ich glaube auch nicht, dass es in Deutschland Einrichtungen gibt die dauerhaft GPS-Jammer in großen Stil und mit einer Reichweite über die Anlage hinaus betreiben.


    VG

  • Es braucht ja keine HSV-Leitung, es reicht ja schon das Display eines modernen Motorrades, um den Empfang der GPS-Signale erheblich zu beeinflussen.

    Nachzulesen hier im Forum.

    Sicherlich hat der TE dieses störstrahlungssendende Display während seine Fenixtour nicht dabei gehabt. Festzustellen ist jedoch, dass auch neu entwickelte Systeme, was EMV angeht, nicht unbedingt mit der gebotenen Sorgfalt konstruiert werden.

    www.clickpedal.de Gerätehistorie: GPS12, eTrex Summit, 60CS, 60CSx, Oregon300, 62s, eTrex30, WinTec WBT-202, Oregon650, Oregon700. Aktuell: GPSMAP66S SW: BaseCamp aktuelle Version auf WIN10, GPS-Einsatz vorw. bei MTB-Touren. Nach ZUMO340 für die BMW-GS nun Kyocera Duraforce Pro mit LocusMap, Nüvi 3597LMT für PKW, LOCUSMap auf Android